Rattenkot erkennen: So sieht er aus und so gehen Sie vor

Rattenkot ist etwa 1 bis 2 cm lang, spindel- oder bohnenförmig mit abgerundeten Enden und frisch dunkelbraun bis schwarz glänzend. Er liegt meist in kleinen Gruppen entlang von Wänden, hinter Vorräten oder in der Nähe von Müll. Mäusekot ist deutlich kleiner – etwa so groß wie ein Reiskorn.
Wer Kotkrümel im Keller, in der Garage oder in der Küche findet, will vor allem zwei Dinge wissen: Ist das eine Ratte – und wie gefährlich ist das? Hier finden Sie die Merkmale, an denen Sie Rattenkot sicher erkennen, und die Schritte, die danach sinnvoll sind.
Aussehen: Größe, Form und Farbe
In Deutschland kommen zwei Rattenarten vor, deren Kot sich leicht unterscheidet:
- Wanderratte: Kotballen bis etwa 2 cm lang, eher dick und spindelförmig, oft mit stumpfen Enden. Sie leben vor allem in Kellern, Kanälen, Erdgeschossen und an Müllplätzen.
- Hausratte: Kot etwas kleiner und schmaler, oft leicht gebogen wie eine Banane. Hausratten sind heute selten und leben eher in oberen Etagen und auf Dachböden.
Die Farbe verrät das Alter: Frischer Kot ist dunkel, feucht glänzend und weich. Nach einigen Tagen wird er matt, grau und hart und zerbröselt, wenn man ihn mit einem Stöckchen anstößt. Liegt immer wieder frischer Kot an derselben Stelle, ist der Befall aktiv.
Wo Rattenkot typischerweise liegt
Ratten sind Gewohnheitstiere. Sie laufen immer wieder dieselben Wege entlang, am liebsten mit Körperkontakt zu einer Wand. Deshalb finden Sie Kot vor allem:
- entlang von Wänden und Sockelleisten im Keller,
- hinter Regalen, Vorratssäcken, Getränkekisten und Futtersäcken,
- in der Nähe von Mülltonnen, Kompost und Vogelfutterplätzen,
- an Rohrdurchführungen und Bodenabläufen, über die Ratten aus dem Kanal kommen.
Ein einzelnes Rattenpaar setzt pro Tag viele Kotballen ab. Größere Mengen an einem Ort sprechen für ein Nest oder einen häufig benutzten Futterplatz in der Nähe.
Rattenkot oder Mäusekot?
Die wichtigste Unterscheidung ist die Größe. Mäusekot ist nur 3 bis 8 mm lang, schmal und spitz – vergleichbar mit einem Reis- oder Kümmelkorn. Er liegt meist verstreut, nicht in Gruppen. Rattenkot ist dagegen mehr als doppelt so groß. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Beitrag Mäusekot erkennen und in unserem Ratgeber Maus oder Ratte?.
Verwechslungen gibt es auch mit Marderkot: Er ist größer, wurstförmig, oft mit Haaren, Federn oder Kernen durchsetzt und liegt meist auf dem Dachboden an einer festen „Latrine“.
Sie sind unsicher, ob es Ratten sind? Schicken Sie uns am Telefon eine kurze Beschreibung – wir sagen Ihnen sofort, was es sein könnte.
Jetzt anrufenIst Rattenkot gefährlich?
Ja, Rattenkot sollte man nicht mit bloßen Händen anfassen. Ratten können über Kot und Urin Krankheitserreger ausscheiden, etwa Salmonellen oder Leptospiren. Getrockneter Kot kann beim Fegen oder Saugen aufgewirbelt und eingeatmet werden. Lebensmittel, die mit Rattenkot in Berührung gekommen sind, gehören in den Müll.
Rattenkot richtig entfernen
- Schützen: Einweghandschuhe und eine FFP2-Maske tragen, den Raum vorher gut lüften.
- Anfeuchten: Kot und Urinspuren mit einem Haushaltsreiniger oder Desinfektionsmittel besprühen und einwirken lassen, damit kein Staub entsteht.
- Aufnehmen: Mit Küchenpapier aufnehmen, nicht fegen und nicht trocken saugen.
- Entsorgen: Alles in einem verschlossenen Beutel über den Restmüll entsorgen.
- Nachwischen: Die Fläche feucht reinigen, danach Hände gründlich waschen.
Was nach dem Fund zu tun ist
Rattenkot im Haus ist ein klares Zeichen, dass Ratten einen Weg hinein gefunden haben. Bleiben Sie dran, denn Ratten vermehren sich schnell. Sinnvoll ist:
- Futterquellen entfernen: Vorräte, Tierfutter und Müll dicht verschließen.
- Mögliche Zugänge prüfen: Kellerfenster, Lichtschächte, Rohrdurchführungen, Spalten unter Türen.
- Keinen frei verkäuflichen Giftköder offen auslegen – er gefährdet Haustiere und Kinder und beendet den Befall oft nicht.
- Eine professionelle Rattenbekämpfung beauftragen. Wir arbeiten mit verschlossenen Köderstationen, finden die Zugänge und verschließen sie.
In vielen Städten gibt es außerdem eine Meldepflicht für Rattenbefall auf Grundstücken. Was in Ihrer Gemeinde gilt, sagen wir Ihnen beim Termin.
Häufige Fragen
Wie groß ist Rattenkot?
Rattenkot ist etwa 1 bis 2 cm lang und bis zu 6 mm dick. Er ist damit deutlich größer als Mäusekot, der nur 3 bis 8 mm misst.
Woran erkenne ich frischen Rattenkot?
Frischer Kot ist dunkel, glänzend und weich. Alter Kot ist matt, grau und hart und zerbröselt leicht.
Kann ich Rattenkot einfach wegsaugen?
Besser nicht. Beim Saugen wird getrockneter Kot aufgewirbelt. Feuchten Sie ihn an, nehmen Sie ihn mit Papier auf und tragen Sie dabei Handschuhe und Maske.





